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Corona-Krise drückt Q2 Ergebnis von Austrian Airlines

Finanzergebnisse

• 2. Quartal 2020: Adjusted EBIT sinkt auf -99 Mio. Euro
• CFO Wolfgang Jani: „Krise hat uns mit voller Wucht getroffen“
• Landeverbote haben zufriedenstellende Entwicklung erschwert

Bedingt durch die Corona Krise und die knapp dreimonatige Einstellung des Austrian Airlines Flugbetriebes verzeichnet die heimische Airline im zweiten Quartal 2020 ein bereinigtes Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Adjusted EBIT) von -99 Mio. Euro im Vergleich zu +46 Mio. im Vorjahr. Zum Halbjahr hat das Adjusted EBIT -235 Mio. Euro betragen. Die Anzahl der Passagiere hat sich durch die Pandemie um 70 Prozent auf knapp 2 Mio. reduziert.

„Die Corona-Krise hat die Airline-Branche mit voller Wucht getroffen. Die weltweiten Reisebeschränkungen haben den Betrieb im zweiten Quartal fast zur Gänze zum Erliegen gebracht. Erst seit der Wiederaufnahme des Flugbetriebs am 15. Juni erholt sich unser Geschäft langsam“, erklärt Austrian Airlines CFO Wolfgang Jani.

Ergebnisse im Detail
Sieht man von den humanitären Frachtflügen ab, hat das zweite Quartal praktisch nur aus zwei Wochen Minimalbetrieb im Juni bestanden. Sind im Vorjahr noch rund vier Millionen Passagiere zwischen April und Juni befördert worden, waren es 2020 nur 53.000. Der Umsatz ist um 94 Prozent auf 35 Mio. Euro eingebrochen. Die Gesamterlöse sind im selben Zeitraum um 90 Prozent auf 59 Mio. Euro gesunken (2. Quartal 2019: 610 Mio. Euro). Die Gesamtaufwendungen sind im selben Zeitraum bei 158 Mio. Euro gelegen, was einem Rückgang von 72 Prozent (2. Quartal 2019: 565 Mio. Euro) im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht. Das Adjusted EBIT im 2. Quartal hat letztlich -99 Mio. Euro betragen (2. Quartal 2019: +46 Mio. Euro).

Im ersten Halbjahr 2020 sind die Umsatzerlöse um 67 Prozent auf 322 Mio. Euro gesunken
(1. Halbjahr 2019: 973 Mio. Euro). Die betrieblichen Aufwendungen sind im gleichen Zeitraum um 44 Prozent auf 598 Millionen Euro gesunken (1. Halbjahr 2019: 1.064 Mio. Euro). Gegengesteuert wurde durch ein Paket an kurzfristigen Sparmaßnahmen sowie durch Kurzarbeit der gesamten Belegschaft. Das Adjusted EBIT, in dem unter anderem Bewertungsverluste aus Flugzeugverkäufen exkludiert werden, hat -235 Mio. Euro betragen (1. Halbjahr 2019: -53 Mio. Euro). Das EBIT lag bei -299 Mio. Euro.

Aktuelle Buchungsentwicklung und Auslastungszahlen
Die Corona-Krise und die damit in Verbindung stehenden Reisebeschränkungen, die Austrian Airlines unverschuldet getroffen haben, erfordern auch weiterhin ein großes Maß an Flexibilität in der Planung des operativen Geschäfts. Die Landeverbote, welche vom 16. bis zum 31. Juli gültig waren, haben Flugstreichungen ausgelöst und die Auslastung der Airline von durchschnittlich rund 70 Prozent auf 60 Prozent gedrückt. Dennoch verzeichnet Austrian Airlines im Juli eine Vielzahl an kurzfristigen Buchungseingängen, die sie zuversichtlich in die Zukunft blicken lässt.

Gut gebucht sind vor allem Feriendestinationen. Strecken wie Athen, Larnaka oder Thessaloniki zeigen beispielsweise einen durchschnittlichen Sitzladefaktor von rund 90 Prozent. Im Nachbarschaftsverkehr haben die Flüge nach Deutschland und in die Schweiz im Durchschnitt eine Auslastung zwischen 60 und 70 Prozent.

CFO Wolfgang Jani: „Geschäftsreisen und auch touristische Reisen kommen schrittweise zurück. Dennoch erwarten wir nur ein langsames Hochfahren der Luftfahrtwirtschaft. Die Krise ist noch lange nicht vorbei und das wird sich auch in den Gesamtjahreszahlen widerspiegeln“.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick

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