Presse Corner

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Fakten zum Arbeitsprogramm: Austrian beschloss Betriebsübergang zur Tyrolean

• Der „Plan B“ wird umgesetzt
• Gemeinsamer Flugbetrieb von Austrian Airlines und Tyrolean
• Das Ziel: Wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen geschaffen, um in die schwarzen Zahlen zu fliegen

Der Austrian Airlines Vorstand hat gestern Abend den Betriebsübergang zur Tyrolean eingeleitet. Das bedeutet, dass per 1. Juli 2012 der gesamte Flugbetrieb der Austrian Airlines in der Tochter Tyrolean Airways gebündelt wird. Dieser Schritt ist ein wichtiger Baustein des 220-260 Millionen Euro schweren Restrukturierungsprogramms. Ziel des Programms ist es, die Strukturen derart zu modernisieren, um die größte heimische Fluggesellschaft in die Gewinnzone zu bringen.

Für den Kunden wird sich durch den Betriebsübergang nichts ändern: Austrian Airlines bleibt Austrian Airlines - mit einer Flugzeugflotte von rund 80 Flugzeugen, die 130 Destinationen weltweit anfliegt. Für die Mitarbeiter des Austrian Airlines Flugbetriebs, das sind 600 Piloten und 1.500 Flugbegleiter, ändert sich in punkto Arbeitsumgebung und Gehalt nichts.

Gemeinsamer Flugbetrieb von Austrian Airlines und Tyrolean
In einem nächsten Schritt wird der Austrian Flugbetrieb bei Tyrolean integriert werden. Dafür wurde bereits im März eine Projektorganisation mit Experten und Führungskräften von beiden Gesellschaften gebildet. Ziel der Arbeitsgruppen ist es, bis Jahresende einen gemeinsamen Flugbetrieb ohne Doppelgleisigkeiten zu organisieren. Beide Standorte, Wien und Innsbruck, sind in jedem Fall Teil des Zukunftskonzepts.

Schwieriges Umfeld: Treibstoffpreise steigen, Ticketpreise verfallen
Laut Statistik Austria sind allein die Ticketpreise im Europaverkehr zwischen 2006 und 2011 um 50 Prozent gesunken. Der Treibstoffpreis hat sich gleichzeitig verdoppelt und steigt weiter.

Chronologie der Entscheidungen seit dem 9. Jänner 2012
Am 9.1.2012 kündigt der Vorstand unter CEO Jaan Albrecht sein Arbeitsprogramm an. Das Konzept: Alle Stakeholder sollen einen Beitrag zur Sanierung der Austrian Airlines leisten. Am 16.1.2012 gibt der Aufsichtsrat grünes Licht für das Arbeitsprogramm. Bundeskanzler, Vizekanzler und relevante Ministerien werden über das Sanierungsvorhaben informiert. Dazu kommen Flughafen Wien, AustroControl und rund 60 Lieferanten. Nach wochenlangen vergeblichen Bemühungen des Managements, die Betriebsräte und Gewerkschaften zu Gesprächsterminen einzuladen, kommt es erst am 15.2.2012 zu einem ersten Verhandlungstermin. Dieser wird nach nur 11 Minuten seitens Gewerkschaft abgebrochen. Nachdem der Vorstand von Seiten der Gewerkschaften keinen Willen erkennen kann, eine gemeinsame Lösung am Verhandlungstisch zu finden, kündigt er den Austrian Airlines Bord-Kollektivvertrag. Am 13.März 2012 segnet der Aufsichtsrat einen Alternativplan ab: Den Betriebsübergang zur Tochter Tyrolean und damit die Konzentration des gesamten Flugbetriebs in einer Gesellschaft. Am 15.3.2012 beschließt der Aufsichtsrat der Lufthansa einen bedingten Kapitalzuschuss bis zu 140 Millionen Euro. Am 23. März 2012 kündigt die Gewerkschaft vida gegen den Willen der Tyrolean Mitarbeiter den Kollektivvertrag der Tyrolean Airways. Der Kündigung folgt eine Protestversammlung der Tyrolean Mitarbeiter gegen die Gewerkschaft. Am 24.04.2012 kommen Vorstand und Betriebsrat Bord entgegen der Erwartungen zu einer grundsätzlichen Einigung. Diese Einigung soll noch bis zum 30.04.2012 mit den Mitarbeitern abgestimmt werden. Der Betriebsrat Bord lässt es aber nicht zur Abstimmung kommen und der Vorstand beschließt den Betriebsübergang.

Das Arbeitsprogramm in der Übersicht:

• Personal: Im Arbeitspaket „Modernisierung der Kollektivverträge“ konnte mit dem Betriebsrat Boden und der Gewerkschaft GPA eine Einigung erzielt werden. Teil dieser Einigung ist eine Null-Lohnrunde für 2013 und eine Verständigung über den Ausstieg aus dem bestehenden Pensions-kassenmodell. Mit dem Betriebsrat Bord wurden bis zur letzten Minute intensive Gespräche geführt. Leider konnte aber keine Einigung erzielt werden. Deshalb wird nun der Betriebsübergang zur Tochter Tyrolean umgesetzt. Mit dem Kostenniveau von Tyrolean erhalten Austrian Airlines ein zukunfts- und wettbewerbsfähiges Fundament für die weitere Entwicklung.

• Streckennetz und Flottenharmonisierung: Ein neuer Flugplan mit strategischer Ausrichtung auf unseren Heimatmarkt Österreich und auf starke Ostmärkte wurde entwickelt. Die Ausflottung von elf Mittelstreckenflugzeugen des Typs Boeing 737 und die Einflottung von sieben Airbus A320 sind im Gange. Mit der Umschulung der Piloten wurde schon im März gestartet. Diese wird abhängig vom Zeitpunkt der sukzessiven Flottenharmonisierung zeitlich flexibel angepasst. Im „Umschulungs-pool“ befinden sich Piloten der Boeing 737 und Copiloten der Fokker Flotte.

• Standort: Mit dem Flughafen Wien wurde eine Vereinbarung zur Absicherung der gemeinsamen Zukunft und Stärkung des Transferverkehrs und der Langstreckenentwicklung unterschrieben. Mit dem neuen Austrian Star Alliance Terminal, der im Juni 2012 in Betrieb gehen wird, wurden dafür gute Voraussetzungen geschaffen. Auch im Bereich Handling wurden Einsparungspotenziale identifiziert und die Rahmenbedingungen für eine längerfristige Vereinbarung definiert.

• Kosten & Erlöse: Viele der Geschäftspartner und Lieferanten wollen sich am Zukunftskonzept von Austrian Airlines beteiligen und unterstützen diese mit der Anpassung von Konditionen. Mit einer Verlängerung von Verträgen und günstigeren Einkaufsbedingungen konnten mit mehr als 60 Lieferanten substantielle Beiträge in Millionenhöhe gestemmt werden. Auf der Erlösseite ist u.a. der Ausbau des Firmenkundengeschäfts über Verbund- und Star Alliance-Partner in Umsetzung.

Austrian Airlines
Austrian Airlines sind Österreichs größte Fluggesellschaft und betreiben ein weltweites Streckennetz von rund 130 Destinationen. In Zentral- und Osteuropa ist das Streckennetz besonders dicht: Mit 46 Destinationen sind Austrian Airlines Marktführer in dieser Region. Der Heimatflughafen Wien ist durch seine günstige geografische Lage im Herzen Europas eine ideale Drehscheibe zwischen Ost und West. Austrian Airlines sind Teil des Lufthansa Konzerns, dem größten Airline Verbund Europas sowie Mitglied der Star Alliance, dem ersten weltumspannenden Verbund internationaler Fluggesellschaften.

Eigentümer, Herausgeber, Vervielfältiger: Austrian Airlines AG, Corporate Communications, public.relations@austrian.com. Die Angaben zur Offenlegung gemäß §§ 24 und 25 Mediengesetz sind unter www.austrian.com auffindbar.

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